Isabelle Keller
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Im Steinbruch

Isabelle Keller Schmuck und Objekte

 

IM STEINBRUCH


 
 

„Stapel und Brocken von rohem Gestein liegen herum, ich gehe zwischen ihnen hindurch und fühle mich klein. Ich sammele kleinere Brocken von mir kostbarem Gestein auf,  fülle sie in meine Plastiktüte, mache Fotos von Formen und Farben des Steinbruchs Maulbronn. Die Sonne scheint, es ist ein frostiger Morgen mit Nebelschwaden und Reif auf den Steinen und Pflanzen.

In der warmen Werkstatt angekommen räume ich gespannt die Plastiktüte mit meinen Fundstücken aus. Sandstein in warmen Brauntönen, weißer Travertin, etwas Grünes, brüchiges und viele weitere mehr kommen zum Vorschein, bevölkern meinen Arbeitsplatz für dieses Semester.

 
 

Ich schneide die Steine ein und entzwei, fräse, bohre Löcher. Beim Betrachten der Fotos stelle ich Steine zusammen, stapele, schichte, stecke Bleche ein. Die Form und Härte des Steines leitet mich, sagt mir wie ich ihn Fassen muss.
In Kombination mit warmen, weichen Hölzern, Kupfer und teils mühsam geschmiedetem Eisen werden die Steine zu etwas Neuem.

Es entstehen unterschiedliche Ringe, die anfangs zaghafter sind, im Laufe des Projektes einen starken und skulpturalen Charakter annehmen. Die Ringe spiegeln den rohen und unfertigen Charakter des Steinbruches wieder, sind das Dokument eines frostigen Morgens im Steinbruch.“